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F.A.C.T. - Das Projekt von Baikalplan und GBT

100 Kilometer Abenteuer in Sibirien.

Der Nordosten des Baikalsees wird eingerahmt von schneebedeckten, schroffen Gebirgsketten, dem riesigen Delta der Oberen Angara sowie schier endlos erscheinender sibirischer Nadelwaldtaiga. Fast die gesamte Ostküste steht unter Naturschutz (Bargusinki Biospärenreservat, Frolinski Sakasnik und Werkhne Angara Sakasnik), es gibt keine Straßen, keine Bahnlinie und praktisch keine Ortschaften. Wer immer an diesen Flecken herrlicher Natur möchte, muss über den Baikalsee fahren.

Beide Aspekte, der Schutzstatus als auch die langwierige Anreise, waren für uns die Hauptgründe, unseren ersten Fernwanderweg im Rahmen des Great Baikal Trail Projektes zu entwickeln und zu erkunden und nun, im Sommer 2009 endlich zu bauen. Und so entstand das Projekt F.A.C.T.: Frolikha Adventure Coastline Track. Dabei hatten wir uns von Anfang an ambitionierte Ziele gesteckt, hieß es doch, all unsere Erfahrungen und die Hinweise vieler Freunde, Bekannter usw. aufzugreifen und zu verknüpfen. Nun ist ein Maßnahmen-Katalog entstanden, dessen wichtigste Punkte im folgenden aufgeführt sind:

Nach drei Jahren der intensiven Erkundung, Planung und Diskussion ist es nun endlich soweit. Im Juli 2009 werden ca. 20 Freiwillige aus Deutschland und Russland den Weg vollständig markieren, an einigen Stellen von dichtem Gebüsch befreien und kleine Sicherungshilfen anbringen.

F.A.C.T. - Der erste Fernwanderweg im Norden des Baikalsees:

Ausgangspunkt: Die Rangerstation

Der ca. 100km lange Fernwanderweg führt von der Rangerstation des Werkhne Angara Sakasnik entlang traumhafter Buchten, Sandstrände, Steilküsten über Dauerfrostboden und Rentierflechten zum Frolikhasee und weiter entlang der tiefsten Bucht des Baikal Ajaja bis zu den heißen Quellen in Chakussy. Zumeist folgt der Weg dem Ufer des Sees, einige Passagen führen durch herrliche Wälder und ab und an geht's über große Felsbrocken.

Die Frolikha - Namensgeberin des Tracks

Neben der Überquerung einiger kleinerer Flüsse steht ca. zur Halbzeit der Wanderung die Überquerung der Frolikha, dem namensgebenden Fluss des Weges an. Die Frolikha ist an dieser Stelle ca. 65m breit und mehrere Meter tief. Umgeben von einem riesigen Sumpfgebiet bleibt der einzige Weg direkt über den Fluss. Am einfachsten ist die Überquerung mit einem kleinen transportablen Schlauchboot und einer Reepschnur zur Rückholung, denn mehr als zwei Leute passen nicht hinein. Alternativ kann man natürlich auch zwei der am Ufer liegenden Treibholzstämme zusammenbinden und als Floss benutzen.

Die Bucht Ajaja (übersetzt die "sehr schöne Bucht")

Nächstes Highlight ist die tiefste und kälteste Bucht des Baikalsees. Der Weg dorthin führt über den schwierigsten Abschnitt des gesamten Weges. Direkt am oder eigentlich schon im Baikalsee geht es über große Felsbrocken immer am Ufer "on the edge" entlang. Für alle Strapazen entschädigt ein herrliches Bergpanorama, ein fantastischer Sandstrand und ein wunderbarer Ausflug zum fünf Kilometer entfernten Frolikhasee. Dieser Bergsee ist nicht nur aufgrund seiner beeindruckenden Lage inmitten hoher Berggipfel bekannt, sondern vor allem für mehrere geschützte Tierarten, die sich wie z. B. der Dawatschan-Fisch seit der letzten Eiszeit nicht mehr verändert haben.

Die heißen Quellen in Chakussy

Auf der letzten Etappe erwartet die Besucher der schönste Zeltplatz der Wanderung, nochmals herrliche Buchten und Waldpassagen und vor allem die heißen Quellen im Örtchen Chakussy. Nach ca. 100km gibt es nichts schöneres, als seine müden Knochen in den heißen Quellen zu baden und ein kühles Bier zu genießen. Wen es noch immer nach mehr dürstet, dem sei ein Ausflug zu den Höhlen am Kap Chaman-Kit oder gen Süden zu den "singenden Sanddünen" am Kap Turali oder noch weiter im Süden zu einer kleinen ewenkischen Siedlung (Schirildy) empfohlen. Der Weg zurück nach Sewerobaikalsk erfolgt mit dem regelmäßig zwischen Chakussy und Nishneangarsk verkehrenden Boot der "Kurklinik" in Chakussy.

F.A.C.T. - Mitmachen!:

Eure Hilfe ist gefragt!

Auch wenn wir ohne Baumaschinen arbeiten, so verursachen Markierung und Marketingmaßnahmen für einen 100km langen Fernwanderweg doch Kosten. Drei Erkundungsreisen sind schon komplett privat finanziert worden, aber alles in allem übersteigen die noch anfallenden Kosten das schmale Budget des Baikalplan e.V.. Und auch bei uns sind bereits die Ausläufer der weltweiten finanziellen Turbulenzen zu spüren und es erweist sich plötzlich als sehr schwierig, eigentlich zugesagte Projektfördermittel zu erhalten, geschweige denn einen Großsponsor zu finden. Insofern sind wir auf Eure Unterstützung angewiesen, egal ob in Form einer kleinen oder größeren Spende auf unser Vereinskonto oder durch Eure Muskelkraft vor Ort.

Im Moment gehen wir von Gesamtkosten in Höhe von ca. 15.000 € aus. Diese Summe setzt sich aus folgenden Maßnahmepaketen zusammen:

Vorbereitungsphase:
Wir mussten und müssen eine Vielzahl von Terminen bei russischen Behörden und Einrichtungen wahrnehmen, für die wir insbesondere unseren Projektplan zigmal plotten (ein A 0-PLakat mit einer selbst erarbeiteten Wanderkarte und den einzelnen Projekt- und Bauphasen, Photos etc.) und uns mehrmals mit Fachleuten und politischen Unterstützern in ganz Deutschland treffen.

Bau- bzw. Wegemarkierungsphase:
Dieser Bereich verschlingt das meiste Geld. Teuer sind vor allem die Schiffspassagen, das Transportboot während der Camps, die Funkausrüstung zur Verständigung der gleichzeitig agierenden Teams, Sicherungstechnik für die gefährlichen Abschnitte, Schilder für die Wegebeschreibungen und die Schutzgebietshinweise, Farben zur Markierung sowie die eigentliche Ausrüstung zum Bau wie leichte Handsägen, Kettensäge usw. ....

Werbung bzw. Marketingphase:
Hier fallen vor allem Kosten für den Druck von Werbeflyern an. Daneben versuchen wir natürlich, den Weg im Internet bekannt zu machen und schnellstmöglich in die wichtigsten Reiseführer aufnehmen zu lassen.

Eure Spende wird von uns ausschließlich für die oben dargestellten Kosten verwendet. Da wir durch das Finanzamt Dresden III (St.Nr. 203/141/09172K03) als gemeinnützig anerkannt sind, stellen wir Euch gern eine Spendenquittung ab 100 € aus. Bei Spenden unter 100 € erkennen die Finanzämter Eure Spende bereits gegen Vorlage des Kontoauszuges als gemeinnützige Zuwendung an.

Unser Spendenkonto: per Überweisung

Empfänger: Baikalplan e.V.
KontoNr.: 357 86 01
BLZ: 850 205 00
Bank: Bank für Sozialwirtschaft
Verwendungszweck F.A.C.T sowie Euren Namen und Adresse oder Eure Emailadresse angeben (Sonst können wir leider keine Spendenbescheinigung ausstellen)

F.A.C.T. wird unterstützt von:


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Intercomp Global Services Link


Satrent - Vermietung & Verkauf
von Iridium-Satellitentelefonen Link

Reiseservice Nagel
Ihr Reisespezialist für GUS - Länder Link

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