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Eine Wanderung entlang der unerschlossenen Nordostküste des Baikalsees

Texte: Franziska Hauptmann

Der 31. Juli war das Startdatum unseres Wildnisabenteuers. Unsere sechsköpfige Gruppe rüstete sich zum Aufbruch in unbekannte, zum Teil noch unerschlossene Gefilde am Ostufer des Baikalsees, um, ausgerüstet mit Satellitenfoto-Karten und GPS-Gerät, neue Wanderwege zu erkunden. Fernab jeglicher Zivilisation wanderten wir entlang des Baikalsees und ließen uns von dessen Zauber überwältigen. Traumhafte Sonnenuntergänge, ein Sternenmeer vor tiefschwarzem Nachthimmel, geheimnisvolle Nebellandschaften und faszinierende Naturbilder in glutheißer Sommersonne hinterließen bei uns tiefe Eindrücke. Nach unseren täglichen Wanderungen über unwegsames Gelände, das so manchen Klettereinsatz nötig machte, war es jedes Mal (beinahe) ein Genuss, sich ins eiskalte Nass des Sees zu stürzen und die müden Glieder wieder zu erwecken.

Den schweren Ruchsacklasten entledigt, hieß es jeden Abend ein gemütliches Fleckchen für die Zelte zu finden, Holz für das Lagerfeuer zu sammeln und einen kulinarischen Hochgenuss in unserem Emailleeimerchen zu zaubern. Um gefräßiges Getier des Nächtens von uns fernzuhalten, verstauten wir alle Nahrungsmittel und geruchsintensiven Sachen in weiterer Entfernung zu unseren Schlafplätzen. Singend, Geschichten lesend, Tagebuch schreibend oder dösend ließen wir den Tag am Lagerfeuer ausklingen. Nachdem sich dann in der Abenddämmerung die teuflischen Mückenschwärme an uns genügend gelabt haben, verkrochen wir uns zum Schlafen in unsere Zelte, bereits gespannt, welche Überraschungen und Herausforderungen der nächste Tag für uns bereithält.

Unsere Fotostorry gibt es hier: >>

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