Great Baikal Trail - Winterprojekt
15.-26. März 2008 (ohne Anreise nach Sewerobaikalsk)
Die Idee für ein Winterprojekt schwirrte bereits seit mehreren Jahren durch die Luft, nicht zuletzt weil bei ehemaligen Teilnehmern der Wunsch aufkam, den Baikal auch mal im Winter zu erleben. Im März 2008 war es dann soweit und 8 Deutsche, ein Österreicher sowie 1 Chinse wagten sich in das Abenteuer und kehrten begeistert zurück (siehe Erlebnisbericht am Ende des Artikels)
Auch wenn es im März in Sibirien empfindlich kalt werden kann, Angst braucht niemand davor zu haben. Unsere eigene Erfahrung ist eher, dass das eigentliche Problem im Winter die Wärme ist! Nicht dass es draußen zu warm wäre, weit gefehlt! Aber dafür kann man sich ja warm anziehen. Das Problem sind die oftmals völlig überheizten Wohnungen, Büros und Geschäfte.
Zwischen Februar und April fällt zwar der meiste Schnee in dieser Region, aber trotzdem ist die Luft sehr trocken und -15°C fühlen sich so angenehmer an, als 0°C in Deutschland. Wichtig sind vor allem warme bequeme Schuhe und gute Thermounterwäsche (langarmiges Shirt und lange Hosen). Ansonsten reicht eine normale "Wander"-Hose und eine warme Daunen oder Fleecejacke. Nicht vergessen solltet Ihr zudem eine warme Mütze, denn über den Kopf verliert man die meiste Wärme, was insbesondere bei Wind extrem unangenehm und vor allem gefährlich ist! Zum besseren Laufen auf dem Eis des Sees können wir Euch auch in Irkutsk spezielle Vibramsohlen mit Spikes vermitteln, die man einfach über die normalen Wanderschuhe zieht und schon ist ausrutschen unmöglich!
- 1. Tag: Ankunft in Sewerobaikalsk, Fahrt zum Hostel und anschließend kurzer Stadtspaziergang und Einführung in das Projekt. Danach lernt Ihr die Teilnehmer aus Sewerobaiaklsk bzw. der näheren Umgebung kennen und in Anbetracht der langen Anreise geht es auch schon zurück ins Hostel bzw. Euere Gastfamilien.
- 2. Tag: This is where the fun starts!
Über den zugefrorenen Baiaklsee wandern wir von Dorf Baikalskoe zum Camp "Ekho". Während der Wanderung erfahrt Ihr weitere Infos über den im Rahmen des GBT an Land gebauten Trails "Path to Boguchan" und könnt mit überlegen, welche Schilder usw. erstellt werden sollten. Angekommen im Camp erzählen wir Euch etwas über die Geschichte dieser Region und nach dem Abendessen bleibt genug Zeit, dass Ihr Euch untereinander näher kennenlernen könnt. - 3. Tag: Heute beginnen wir mit dem Bau bzw. der Gestaltung der Informationstafeln und helfen dem Camp bei der Vorbereitung der Schülertage im März. Dafür bauen wir Iglos und kleine Schneeberge auf den Sludjanski Seen oder beräumen das Eishockeyfeld.
- 4. Tag: Wir fahren zurück nach Sewerobaikalsk in die "School of Tourism and Ecological Education (SHTEO)" und arbeiten weiter an den Informationstafeln. Gleichzeitig beginnen wir mit der Übersetzung von Wegebeschreibungen für einen kleinen Wanderführer um Sewerobaikalsk. Danach fahren wir ins das burjatische Kulturzentrum "Bayar" und besichtigen das BAM-Museum.
- 5. Tag: Wir setzen die Arbeit an den Infotafeln fort. Am Abend sind alle Hände beim kochen typischer sibirischer Gerichte gefordert und danach können wir uns in einer Runde mit echten "sibiryaki" über das leben in Sibirien austauschen.
- 6. Tag: Heute ist Freizeit angesagt. Wir fahren in die nahen Berge in ein Skigebiet (Ski können vor Ort ausgeliehen werden) und entspannen in den heißen Quellen von Gouduschekit.
- 7. Tag: Heute ist schon der letzte "Arbeitstag" und zum Abschluss gestalten wir noch eine kleine Präsentation über die Ziele und Ergebnisse des Camps.
- 8. Tag: Am Vormittag veranstalten wir eine kleine Pressekonferenz und danach heißt es für Euch schon Abschied vom Baikal nehmen.
- 9. Tag: Wir besuchen ein Studentencamp der "School of Active Tourists Groups" in einem kleinen Dorf und diskutieren u.a. über Freiwilligenarbeit in Sibirien. Interessant ist dabei vor allem, warum Ihr als Freiwillige am GBT teilnehmt.
- 10. Tag: Am letzten Tag könnt Ihr nochmal eine traditionelle Sauna besuchen, ein letztes Mal durch Sewerobaikalsk spazieren und nach einem Abschiedsessen geht es auch schon zum Bahnhof.
Teilnehmerbeitrag: 9900 Rubel
Nicht enthalten sind die Anreisekosten nach Sewerobaikalsk (Platzkartnui ca. 1000 Rubel, Coupe ca. 2000 Rubel pro Strecke), ebenso wie die Miete für die Skiausrüstung sowie die Gebühren für die Benutzung der heißen Quellen (ca. 50 Rubel).
Ausrüstung:
Es wird definitiv KALT sein, wobei die Temperaturen sehr stark schwanken können. Tagsüber ist es im März meist bereits recht "warm" - die Temperaturen liegen zwischen -15° und auch mal 0° Celsius. Es können aber auch -30°Celsius werden!!!!
Deshalb solltet Ihr unbedingt mitbringen:
- einen warmen Schlafsack sowie eine gute Isomatte (wir werden nicht im Freien schlafen, aber es kann Nachts trotzdem in den Schlafräumen kalt werden)
- warme Schuhe und sehr warme Socken (die Schuhe sollten nicht zu eng sein, denn sonst wärmen auch die dicksten Socken nicht mehr)
- warme Kleidung (winddichte Jacke, Hosen, Unterhosen, Handschuhe), entweder viele Schichten übereinander oder eine gute Dauenjacke
- eine sehr warme Mütze (EXTREM wichtig!!!!!)
- Rucksack, Essbesteck, Wörterbuch......
- Etwas typisch DEUTSCHES, wie z.B. kulinarische Köstlichkeiten, lustige Souveniers, Spiele, Liederbuch, CD's.....
Die schönste und sicherste Art und Weise nach Sewerobaikalsk zu fahren, ist mit der Transsib ab Moskau (ca. 4 Tage) oder über die BAM von Irkutsk (33 Stunden, der Zug fährt nur an ungeraden Tagen spät Abends ab). Alternativ könnt Ihr auch von Ulan-Ude bzw. Irkutsk nach Nischneangarsk (der Ort liegt 30km nördlich von Sewerobaikalsk) fliegen.
Anmeldung:
Bei Interesse schreibt uns einfach eine eMail an: info [at] baikalplan .de

die "paar Kinder", von denen die Rede war, entpuppten sich als Meute von 126 Schülern zwischen zehn und siebzehn Jahren.
Erstmals gibt es im März 2007 ein GBT-Winterprojekt. Im hohen Norden des Baikalsees werdet Ihr Infotafeln herstellen, wandern und in einer heißen Quelle relaxen.