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Great Baikal Trail - Wegenetz

Nach seiner Fertigstellung wird der aus 15 Teilstücken bestehende "Great Baikal Trail" über 1800 km lang sein und durch ganz unterschiedliche Landschaften entlang des Baikalsees führen.

1 Round - Baikal Rail Road

Der "Great Baikal Trail" startet am "Kap Schamanka" im kleinen Dörfchen Kultuk und führt, wie es die hiesigen Schamanen seit Urzeiten tun, im Uhrzeigersinn entlang der alten Transsibstrecke nach Port Baikal bis hin zur Quelle der Angara (ca. 80 km).

2 Listwijanka 60km

Nach dem Übersetzen mit der Fähre von Port Baikal führt der Weg von Listwijanka (Schamanen-Stein, St. Nikolai Kirche, Limnologisches Museum) durch die Orte Bolschije Kotui, Kadilnaja, vorbei am Berg Skriper in das kleine Dörfchen Bolschoje Goloustnoje.

3 Peschankinskaja (Sandbucht)86 km

Von hier führt der Weg weiter, vorbei an von Felsen eingeschlossenen malerischen Buchten, durch den Pribaikalski Nationalpark zur berühmten Sandbucht und weiter nach Buguldeika.

4 Tascheranskaja

Weiter geht es ca. 112 km nördlich vom Pribaikalski Nationalpark in die Tascheranskische Steppe. Dabei führt der Weg vorbei an ca. 5000 Jahre alten Felsmalereien in der Bucht Sagan Saba, sowie an der populären Bucht Aja (einem malerischen Fleckchen) bzw. dem für Burjaten heiligen Berg Erdo bis nach Sachjurta MRS (Fähre nach Olchon).

5 Olchon

Dieser Abschnitt führt vorbei an allen interessanten Orten auf der Insel Olchon. (130 km).

6 Malomorskaja (Kleines Meer)128 km

Immer in Blickkontakt zur Insel Olchon geht es von Sachjurta MRS ca. 130 km weiter nördlich entlang der Westküste des Maloje Morje nach Onguren. Das "kleine Meer" gehört zu den seltenen Plätzen am Baikalsee, an denen man im Sommer bei bis zu 20° Celsius warmen Wasser baden gehen kann. Hier befinden sich aber auch die reichsten Fanggründe für den Omul, dem wohl bekanntesten und schmackhaftesten Fisch im Baikalsee.

7 Braunbärenküste

Ab hier wird es etwas abenteuerlicher und vor allem einsamer. Von Onguren kommend durchstreift man über die nächsten 141 km das Braunbärengebiet im Baikal-Lena-Reservat. Die Strecke ist vor allem mit dem Kajak sehr reizvoll, das Highlight ist aber sicher der mögliche Abstecher bzw. steile Aufstieg zur Quelle der Lena, bevor man weiter zum Kap Jelokin wandert. Zum Schutz der Braunbären, aber auch zum Schutz der Wanderer wird dieser Teil des "Great Baikal Trails" nicht frei zugänglich sein.

8 Gorjachij Bereg (Heiße Küste)

Der Weg führt für weitere 124 km entlang des Ufers zum Kap Ludar. Auf dem Weg dahin kommt man am bekannten Kap Kotelnikoskij, bekannt für die dortigen heißen Quellen, sowie am Gipfel des 2.588 m hohen Tscherski Berges vorbei. Verpassen sollte man hier auf keinen Fall ein erholsames Bad in einer der heißen Quellen - im Sommer ist dies allerdings nicht gerade ein erfrischendes Vergnügen.

9 Sewerobaikalskaja

Nach einigen Kilometern erreicht man Sewerobaikalsk und damit den Bahnhof der erst 1989 fertiggestellten Baikal-Amur-Magistrale (BAM). Von hier führt der Weg weiter zur Ostküste des Baikalsees in der Republik Burjatien (118 km). Das Gebiet um Sewerobaikalsk ist vor allem für seinen Vogelreichtum bekannt (Vogelschutzgebiet "Werchne Angarski oder Obere Angara") und die archäologischen Funde aus der Zeit der Kurykanen.

10 Dagarskaja 90km

Weiter führt der Weg durch bisher fast nicht erreichbare Gebiete zur Frolicha Bucht. Hier lohnt ein Abstecher ins Landesinnere zum Frolicha See und dem nur hier vorkommenden Fisch "Dawatschan", zum Kap Chaman-Kit sowie zu den heißen Quellen von Chakussy.

11 The Trail of the Old Ewenk (Alter Ewenkenpfad) 112km

Der Weg beginnt am Fluss Tompuda unweit der Wetterstation und führt vorbei am mit 2.841 m höchsten Berg (Pik Baikal) am Baikalsee. Vereinzelt kommen auch heute schon Touristen hierher und sie alle finden für eine Nacht bei der ewenkischen Familie Rogowij Aufnahme und vor allem erhalten sie hier eine Vielzahl wichtiger Tipps für die weitere Tour.

Geplant ist, in diesem Gebiet sowohl eine ufernahe als auch eine Variante über die Bargusin Bergkette ins Bargusin Tal aufzubauen. Neben grandiosen Aussichten kann man im Bargusin Tal mit etwas Glück auch noch wilde Pferde sehen.

12 Sobolinaja 79 km

Der küstennahe Weg führt weiter von Davscha nach Süden und trifft im nördlichen Teil der Tschiwirkij Bucht auf den Weg über die Bergkette. Der Inlandweg führt über mehrere Bergkämme entlang des südlichen Teils des Bargusiner Biosphärenreservats, dem ältesten Nationalpark in Russland. Mit etwas Glück kann man hier noch immer wilde Zobel beobachten. Auch dieser Teil des Trails wird nur mit einer vorherigen Genehmigung durch die Nationalparkverwaltung in Nischneangarsk bzw. Ulan Ude zugänglich sein.

13 Bargusinskaja 206 km

Von Bolschoi Tschiwyrkui führt der wieder vereinte Weg weiter südlich bis nach Maximicha. Lohnend ist auf jeden Fall ein Abstecher zur Halbinsel Swjetoi Nos und ein Blick auf die vorgelagerten Uschkani Inseln. Auf dem Weg dahin kommt man durch ein faszinierendes und streng geschütztes Sumpflandgebiet. Ebenfalls auf dem weiteren Weg liegt Ust Bargusin. Der Ort besteht trotz seiner Größe fast nur aus alten sibirischen Holzhäusern und liegt direkt an einer sich über fast 30 Kilometer hinstreckenden Sandküste, die im Sommer allerdings recht bevölkert ist.

14 Davidow-Pfad oder "Die Verzauberte Küste"

Die nächsten 216 Kilometer führt der Trail entlang der teils felsigen teils sandigen Küste bis in das Vogelparadies des Selenga Deltas in das Dorf Dubinino. Namensgebend für diesen Abschnitt des Trails war der Berg Davidow (1.717m). Vor Anfang Juni, wenn im Selengadelta ein gelber Teppich aus blühenden Lilien entsteht, übt dieser Teil einen besonderen Reiz aus.

15 Chamar Daban Abschnitt 289 km

Hier schließt sich das längste und derzeit populärste Teilstück des GBT an. Es folgt den Bergkämmen des Chamar Daban Gebirges und führt vorbei am Mitte des 16. Jahrhunderts gebauten Kloster von Posolsk. Weite Teile des Weges führen teilweise parallel zur Transsibstrecke nach Baikalsk mit dem berüchtigten Zellulosewerk bis nach Sljudjanka. Auf der Route gibt es mehrfach interessante Abstecher in herrliche alte Waldgebiete, zu den warmen Seen am Fluss Sneschnaja, zu einsamen Wasserfällen oder auf den Gipfel des "Schapka Monomacha".

Und für alle, die noch weiter möchten, bietet sich eine Wanderung in den Tunka Nationalpark im Ostsajan Gebirge an. Den Weg säumen eine Vielzahl buddhistischer heiliger Plätze. Von hier sind auch die Steppen der Mongolei nur noch einen Katzensprung entfernt, nur leider ist der Grenzübergang in Mondi für Ausländer noch gesperrt.

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